Microsofts Chart Control

Ich schreibe mal wieder nur ab: Microsoft veröffentlich endlich auch ein eigenes Chart Control. Das ganze wird im Blog von Scott Guthrie als ASP.NET Charting Control angepriesen. Gerüchten zufolge werkelt unter der Haube Technologie von Dundas, dies ist schon mal ein Garant für gut designte Controls und durchdachte APIs. Der Komponenten Pionier lieferte bereits die Charting Technologie für die Reporting Services von SQL Server 2008.
Bislang musste man ja entweder auf das Angebot eines Drittherstellers zurückgreifen, oder eben selber in die Tasten greifen, wenn man Charts oder ganz allgemein dynamische Grafiken serverseitig erzeugen wollte. Mit GDI+ war das grundsätzlich auch recht einfach machbar, aber eben von Microsoft nicht unterstützt.
Die offizielle MSDN Dokumentation des System.Drawing Namespaces ist zu diesem Punkt nicht allzu ausführlich:

Classes within the System.Drawing namespace are not supported for use within a Windows or ASP.NET service. Attempting to use these classes from within one of these application types may produce unexpected problems, such as diminished service performance and run-time exceptions.

Obwohl es nahezu nie Probleme gab, alles immer auch performant funktionierte, hatte ich immer ein ungutes Gefühl während der Entwicklung solcher .NET Komponenten.
Wenn mal was schiefgehen sollte, hat man keine Hilfe zu erwarten. Die sehr komplexe und aufwändige Entwicklung von GDI COM Komponenten kommt kaum als Alternative in Frage.

Während sich nun die ganze .NET Entwickler Welt über das längst fällige Control für die Webentwicklung freut, nehme ich zufrieden zur Kenntnis, dass das ganze auch für die in letzter Zeit von Microsoft stark vernachlässigten WinForms funktioniert. Schade ist nur, dass die Controls .NET 3.5 SP1 voraussetzen.

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